Echte Whisky-Trinker lieben die Gemütlichkeit und das Geniessen. Hierfür gibt es gute Gründe: In gutem Whisky stecken viel Erfahrung, Wissen und Arbeit. Zudem sollte ein guter Tropfen mindestens 4-5 Jahre lagern. Erst dann ist er vielleicht gut. Sich die nötige Zeit zu nehmen, ist einfach eine Frage von Respekt gegenüber der Natur und den Menschen, die derartige Spitzenerzeugnisse zur Vollendung bringen.
Zur Königsklasse gehört der Single Malt Whisky, der ausschliesslich aus Wasser, Gerste und Hefe gewonnen wird. Ein Verschnitt ist nicht erlaubt, im Gegensatz zu Blends, die aus verschiedenen Whiskys entstehen. Hierzu wird vorwiegend der Grain verwendet, der wiederum auf den Getreidesorten Weizen und Mais basiert. Der amerikanische Bourbon besteht aus mindestens 51 Prozent Mais und der in Pennsylvania und Maryland beheimatete Rye wird aus Roggen hergestellt.

Whisky in der Schweiz

Scotch kommt, wie der Name vermuten lässt, aus Schottland. Für seinen Geschmack sind die Getreidesorten Gerste, Weizen und Mais verantwortlich. Vor allem aus den schottischen Highlands kommen die trockenen, torfigen Sorten, die sich durch ihren delikat parfümierten Fruchtcharakter mit salzigem Abgang auszeichnen. Destillate aus Irland sind mittlerweile eine Seltenheit, denn von den ursprünglich 2000 Destillerien sind nur noch drei übrig. Was hingegen überrascht, ist die Schweiz als Herkunftsland. In Langenthal wird seit wenigen Jahren der«Langatun Single Malt Whisky» gebrannt, und das mit beachtlichem Erfolg. Dessen Wurzeln reichen bis ins Jahr 1857 zurück.

Eine Wissenschaft

Die Zahl der Hersteller und Verfahren ist schier unendlich. Die echte Qualität zu erkennen ist sicher eine eigene Wissenschaft, der sich die  International Whisky Academy widmet. Einer der Macher ist Christian Lauper, der erklärt: «Durch die sich ständig ändernden Märkte und die technologische Entwicklung wird die Thematik für Konsumenten und die Branche immer komplexer. Daher gilt es sein Wissen ständig weiter zu entwickeln.» Aktuell werden an der IWA ein Bachelor- und Masterlehrgang sowie Weiterbildungen angeboten, die in der Branche auf grosse Anerkennung stossen. Derart gut vorbereitet, kann die gezielte Degustation beginnen.

Farbe verrät das Alter

Kenner geniessen Whisky bei etwa 18 bis 20 °C aus Sherry-Gläsern, die sich nach oben hin verjüngen. Erste Regel: Lassen Sie sich Zeit. Betrachten Sie das Destillat zunächst mit viel Bedacht. Die Farbe verrät vieles über das Alter und das Fass. Es folgt der schönste Moment, das Riechen, wenn die Nase über dem Glas kreist und Sie die aufsteigenden Düfte spüren, welche den exzellenten Geschmack ankündigen.