Moana Werschler
Bereichsleiterin ­Marketing, Verband Schweizer Gemüse­produzenten

Und was schmeckt besser als ein knackigfrisches Rüebli? «Tatsächlich gehört das Rüebli, neben Tomaten und Eisbergsalat, zu den beliebtesten Gemüsesorten der Schweizer», sagt Moana Werschler vom Verband Schweizer Gemüseproduzenten. Aber auch Speisezwiebeln, Salatgurken, Zucchetti und Kopfsalat stehen ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Der Gemüsekonsum ist bei den Schweizern beachtlich – jährlich werden pro Kopf 85 Kilogramm Gemüse verbraucht. «Der Gemüsekonsum hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Und der Trend ist steigend», weiss Werschler. Die Eigenschaften von Gemüse sind nur positiv. Gemüse enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, macht nicht dick und ist vielseitig einsetzbar. «Grundsätzlich hat jedes Gemüse viele Nährstoffe. Besonders reich daran sind jedoch grüne Gemüsesorten wie Broccoli, Spinat oder Wirz.» Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten, sollte man das Gemüse nicht zu lange und schonend kochen. «Zudem schmeckt Gemüse in knackigem Zustand viel frischer, angenehmer und würziger, als wenn es «totgekocht wurde», so Werschler.

 

«Gemüse enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, und macht nicht dick.»


So bleibt Gemüse lange frisch
Um das Gemüse möglichst lange frisch und knackig zu halten gibt es einige Tipps und Tricks. Die Lagerzeit sollte so kurz wie möglich gehalten werden, damit möglichst wenig Nähr- und Aromastoffe verloren gehen. Gemüse sollte man am besten im Gemüsefach des Kühlschranks, im kühlen Keller oder Vorratsraum aufbewahren. Mit Ausnahme von Tomaten – bei ihnen leidet der Geschmack bei zu kühler Lagerung. «Gemüse sollte am besten immer erst direkt vor der Zubereitung oder dem Verzehr gewaschen werden. Durch das Waschen entsteht bei der Lagerung zu viel Feuchtigkeit und das Gemüse verdirbt schneller», weiss Werschler. Zudem sollte Obst und Gemüse immer getrennt gelagert werden.

Kräuter sorgen für den besonderen ­Geschmack
Neben Gemüse spielen auch Kräuter eine wichtige Rolle in unserer Küche. Denn was wäre ein Tomaten-Mozzarella-Salat ohne Basilikum? Neben dem feinen Geschmack haben Kräuter aber auch eine heilende Wirkung und werden schon seit Jahrtausenden zu diesem Zweck eingesetzt. So können ihre Geschmacks- und Aromastoffe appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend oder entspannend wirken. Besonders beliebt sind hierzulande Petersilie, Dill, Rosmarin, Basilikum, Minze, Oregano, Koriander und Salbei. Auch asiatische Kräuter wie Zitronengras oder Thaibasilikum sind auf dem Vormarsch.

Folgende Gemüsesorten haben im März und April Saison:
März: Batavia-Salat, Chicoree, Kohlraben, Chinakohl, Eichblattsalat, Karotten, Sellerie, Knoblauch, Kopfsalat, Krautstiel/Mangold, Lauch, Nüsslisalat, Pastinaken, Portulak, Radieschen, Randen, Rettich, Rotkabis, Rucola, Zwiebeln, Schnittlauch, Schwarzwurzeln, Spinat, Weisskabis, Wirz, Zuckerhut

April: Zusätzlich zu den Gemüsesorten vom März: Gurke, Eisbergsalat, Petersilie, Pak Choi, Rhabarber, Spargeln, Tomaten, Weiskabis