Das saftige Weidegras für die Kühe, das mit Bergkräutern und Bergblumen ergänzt wird, sorgt zusammen mit einer rund einjährigen Reifezeit für einen besonders würzigen Geschmack. Eine Besonderheit bei der ursprünglichen Käseproduktion wie zu Gotthelfs Zeiten stellt die Verwendung von selbst gezüchteten Kulturen zur Milchgerinnung dar: Damit erhält der Käse seinen eigenständigen «Goût du terroir». Ein würziger und geschmackvoller Käse aus dem Emmental.

Eine Renaissance
Der Rahmtaler erweist sich als milder Halbhartkäse, dessen Produktion lange in Vergessenheit geraten war. Die Geschichte des Rahmtalers geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Damals wurde wegen Butterüberschuss die Butterproduktion eingeschränkt. Deshalb hat man die Milch zur Käseproduktion nicht mehr entrahmt. Das Verkäsen der Vollmilch führte zu einer Art Rahmtaler. Verfeinert wurde diese Rezeptur im 18. Jahrhundert, als man die Abendmilch bewusst abrahmte und den Rahm der unberührten Morgenmilch zugab und verkäste. Mit der Entstehung der ersten Talkäsereien und dem Aussterben der Bergkäsereien im 20. Jahrhundert geriet die Produktion des Rahmtalers in Vergessenheit. Jetzt soll er eine Renaissance erleben. Die mild-cremige Spezialität wird wieder produziert.
Gesamthaft werden über 450 einheimische Käsesorten hergestellt. Hohe Qualität und ein guter Geschmack sind Merkmale des Schweizer Käses, was auch auf die strengen Produktionsrichtlinien und Qualitätskontrollen zurückzuführen ist.