Ihre Gerichte werden ausschliesslich aus lokalen Produkten angefertigt und ihr Restaurant Jägerhof ist biozertifiziert. «Ich koche gesunde Gerichte, aber es darf auch ein Genuss sein», hält Vreni Giger fest, die im 2009 das Restaurant Jägerhof in der Ostschweiz übernommen hat. Dieses Jahr war die Spitzenköchin und Wirtin Schirmherrin der «Genusswoche – La Semaine du Goût». Sie kreiert zusammen mit ihrem Team täglich neue Menus, am Mittag wie auch am Abend. Immer marktfrisch, biologisch und aus lokalen Produkten.

Die Gigersche Überraschungsküche
Was ist das besondere an der Küche von Vreni Giger, die Jahr für Jahr für ihr Können gelobt wird und Besucherinnen und Besucher aus allen Landesteilen anlockt? Das wichtigste sei für sie eine vielseitige Küche. Sie habe also kein Lieblingsgemüse oder Lieblingsgericht, wie Vreni Giger betont. Es ist vielmehr die überraschende Zubereitung aus regionalen und saisonalen Produkten, welche die Gäste verzaubert. Ist man bei Vreni Giger zu Gast, ist eine Überraschungs-küche garantiert.

Gesund, genussreich und biologisch
Ihre legendären 7-Gang-Menus, die sie jeweils am Abend serviert, enthalten viel Gemüse, Hülsenfrüchte, viel Fisch und weniger Fleisch und Kohlenhydrate. Eine solche auf pflanzliches oder tierisches Eiweiss basierende Küche ist sehr gesund. Jedoch verzichte sie nicht ganz auf sämige Vollrahmsaucen zum Beispiel. Der Genuss sei ihr halt auch wichtig, sie führe keine Diätküche, sagt Vreni Giger überzeugt. Ihr Restaurant ist zudem biozertifiziert. Es gelten hierfür strenge Richtlinien, die jedes Jahr von der Bioinspecta überprüft werden. Beispielsweise ist die Verwendung der Mikrowelle nicht erlaubt; zudem werden keine genmanipulierten Sojaprodukte toleriert. Alle Produkte müssen entweder mit dem Knospenlabel zertifiziert sein (50%) oder ein Biolabel aufweisen (30%). Die restlichen 10% können aus konventionellem Anbau stammen. Das sind vorwiegend Produkte wie Fische aus Wildfang, Wild oder Pilze aus dem Wald, die nicht kontrolliert werden können.
 

«Ich koche gesunde Gerichte, aber es darf auch ein Genuss sein»


Herbstliche Inspirationen
Typisch für den Herbst sind Wurzelgewächse wie Kohlrabi, Randen, Rüebli oder alle Arten von Kohlgewächsen wie Feder- oder Rosenkohl. Auch Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen oder natürlich der beliebte Kürbis, der in der Botanik unter die Beerengewächse eingereiht wird, sind hiesige und gesunde Produkte. Als eiweisshaltiges Herbstgericht empfiehlt Vreni Giger zum Beispiel Fisch mit Gemüse und einem leichten Sellerie-Kartoffelpüree. «Oder wie wäre es mit einem Kichererbsen-Curry mit Reis?» hakt Giger nach. Im Gespräch mit der Spitzenköchin wird klar: Sie geniesst es, Ideen und neue Gericht-Kompositionen aus ihrem sanktgallischen Kochärmel zu schütteln.

Was fasziniert Vreni Giger am Kochen?
Für die quicklebendige Vreni Giger war schon seit ihrer Kindheit klar, dass sie Köchin werden wolle. Sie schätze besonders die erforderliche Kreativität, das Verarbeiten von Naturprodukten und das Handwerk ihres Berufes, so Giger. Zudem sei es eine grosse Freude, genussvolles Essen für andere zu kochen, die dieses auch schätzen und geniessen. Die zukünftige Ausrichtung ihrer Küche ist für Vreni Giger auch schon klar: Sie möchte ihre vielseitige Küche aus regionalen und biozertifizierten Produkten beibehalten und zusammen mit ihrem tollen Team weiterhin ihre Gäste verwöhnen. Ganz im Sinne von: «Never change a winning team!»