In der Grillsaison muss sicher eine ganz besondere Auswahl an Weinen getroffen werden. Denn gerade in der warmen Jahreszeit empfiehlt sich eher ein leichter Tropfen. Doch kommt es vor allem auf das entsprechende Gericht an, das gerade auf dem Rost gart. Was die Weinbegleitung beim Grillieren so besonders macht und worauf man besonders achten sollte, verrät uns Conrad Etzweiler, der seit mehr als zehn Jahren mit Caterings erfolgreich ist, und das in ganz unterschiedlichen Ländern und zu allen Jahreszeiten. Dabei bevorzugt der erfolgreiche Gastronomieexperte vor allem biologisches Fleisch aus der Region.

Die Schweiz biete erlesene Weine

Gerne kommt bei Etzweiler auch Wild auf den Rost oder Fisch, in der Folie gegart oder auf der Haut gebraten. Wichtig ist ihm nur, dass die Zutaten einen Bezug zur Heimat haben. Auch in Sachen Wein darf es gern etwas aus der Schweiz sein. «Warum Weine aus Übersee trinken, wenn wir wahre Schätze direkt vor dem Haus haben», erklärt er und fügt hinzu: «In praktisch jeder Region der Schweiz wird Wein angebaut.» Zu geräuchertem Fisch und Grillgemüse rät er zum Beispiel zu einem Riesling-Silvaner Spätlese oder einem Pinot blanc. Ebenfalls zum Fisch, aber auch zu Crevetten und Geflügel empfiehlt er einen leichten Chardonnay. Es gilt grob: Fettiges und deftiges Fleisch sollte man eher mit schwereren Weinen kombinieren. Zu Wild passen eher die leichteren Roten wie zum Beispiel Pinot noir, Gamay oder auch einmal ein Dornfelder. Zu fetthaltigeren Fischsorten wie Lachs, Felchen oder Geräuchertem ein Chardonnay Barrique, Petit Arvigne oder auch ein Pinot blanc. Für Grillgemüse und fettarmen Fisch wie Forelle, Hecht oder Egli ist hingegen ein Sauvignon blanc passend. «Doch ist das sicher immer Geschmackssache», fügt Etzweiler ergänzend hinzu.
Er hält es durchaus für sinnvoll zunächst im Internet nach bevorzugten Weinsorten, Weingütern und Händlern zu suchen.
Ein Tipp von ihm: Den Wein direkt auf dem Weingut verkosten. Das ist zwar etwas zeitaufwendiger, doch aber auch mit Spass verbunden.