Im Jahr 2014 genoss jeder Einwohner unseres Landes im Durchschnitt 11,66 Kilogramm Schokolade. Ob nun als Tafelschokolade, in Form eines Schoko-Riegels, eines Pralinés oder eines Halbfabrikates, diese Zahl ist eine beachtliche Menge. Schokolade ist aber nicht einfach Schokolade. Die Unterschiede in Qualität und Herstellung sind beachtlich. Und der Kampf zwischen Schweizer Schokolade und günstigen Importen ist nicht erst seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses voll entbrannt.

Eine Schweizer Erfolgsgeschichte

Schokolade ist nicht einfach Schokolade

Schweizer Schokolade ist wohl der Exportschlager und ein bedeutendes Symbol unseres Landes. Die Qualität und der Genuss sind einzigartig. Kein Wunder, stammen die wichtigsten Erfindungen, welche die hohe Qualität ausmachen, doch aus der Schweiz. So eröffnete François-Louis Cailler 1819 eine der ersten mechanisierten Schokolade-Manufakturen in Vevey. Philippe Suchard gelang die richtige Vermengung von Zucker und Kakao, Daniel Peter erfand die Milchschokolade und Rodolphe Lindt entwickelte das Conchieren, ein spezielles Rührverfahren, das der Schokolade den besonderen Schmelz verleiht.

Edle Schokolade wird bis zu 72 Stunden conchiert, Massenprodukte immerhin noch sechs Stunden, was den Produktionsprozess doch noch wesentlich beeinflusst. Im Laufe der Jahrzehnte entstanden zahlreiche Schokoladefabriken in der Schweiz. Viele haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Im Verband Chocosuisse sind heute die verbliebenen 18 Unternehmen, welche industriell Schokolade und Schokoladeprodukte herstellen, vertreten.

Bewegter Schokolademarkt

„Schweizer Schokolade gilt weltweit als Qualitätsprodukt“, sagt Urs Furrer, Direktor von Chocosuisse. Entsprechend umkämpft ist der Markt für Qualitätsschokolade in Europa, aber auch weltweit. Dies führt immer wieder zu Bewegungen im Markt. Im vergangenen Jahr wurde deutlich mehr Schokolade importiert als in den Jahren zuvor. Das hat zweifellos mit dem internationalen Preiskampf unter den verschiedenen Herstellern, insbesondere in Europa, zu tun.

In der Schweiz hergestellte Schokolade unterliegt ebenso den erhöhten Rohstoffpreisen. So sind die Preise für Kakao, Kakaobutter oder etwa Haselnüsse regelrecht explodiert. Fällt eine Ernte wegen Wetter- oder Umwelteinflüssen deutlich schwächer aus, schlägt sich das sofort in höheren Preisen nieder.

Kein Zweifel, der Konsument lässt sich den Genuss einer Qualitätsschokolade heute auch gerne etwas kosten.

Schokoladenmousse-Rezept (4 Personen):

  100 g Schokolade
  0,5 dl Milch
  2 Eigelb
  2 Eiweiss
  1 EL Zucker
  2 dl Vollrahm, geschlagen
  2 Eiweiss
  1 Prise Salz

 

  • Schokolade, Butter und Milch in eine Pfanne geben und bei kleiner Hitze schmelzen lassen
  • Eigelb, Zucker und Vanillezucker dem Mixer schaumig schlagen
  • Schokolade mit dem Schwingbesen dazurühren
  • Rahm mit dem Schwingbesen sorgfältig darunterziehen
  • Eiweiss mit Salz mit dem Mixer steif schlagen. Danach sorgfältig mit dem Schwingbesen unter die Schokolademasse ziehen
  • circa 3-4 Stunden kühl stellen