Roman Bürki, die EM steht bevor. Stellen Sie im Training den Ernährungsplan um?

Nein, ich ernähre mich immer sehr bewusst. Und profitiere davon, dass bei Borussia Dortmund wie im Nationalteam im Menüplan alle relevanten Faktoren berücksichtigt werden.

Wie stark gibt der Trainer den Speiseplan vor?

Da vertraut der Trainer dem Medical Team und dessen Ernährungsberater.

Ich esse gern Fleisch, aber ebenso gern Fisch, am liebsten vom Grill.

Das war in Brasilien auf Grund der klimatischen Umstände etwas dringender als jetzt vor der EURO in Frankreich. Gut, dass wir Spieler auch Inputs liefern können.

Wo fällt es Ihnen schwer, sich etwas zu verkneifen?

Vielleicht mal beim Dessert, einer Süssigkeit oder einem Glas Wein. Aber ich weiss genau, was gut ist für mich ist.

Ausdauersportler essen bekanntlich viel Fleisch.

Ich esse gern Fleisch, aber ebenso gern Fisch, beides gern vom Grill. Ich mag das Grillgut medium, lieber nicht zu blutig und schon gar nicht durchgebraten.

Selbst bin ich aber kein grosser Grillmeister. Wenn ich nach dem Training heimkomme, ist die Grillzeit vorbei.

Sie sind bei Borussia schnell aufgestiegen – aber es gab auch Kritik. Wie gehen Sie damit um?

Kritik gehört dazu, wenn man öffentlich ist. Und wenn man so exponiert ist wie ein Torhüter, ist die Kritik vielleicht noch spezieller.

Gegen fachliche und sachliche Kritik habe ich nichts, gegen Kritik unter der Gürtellinie schon.

Fühlen Sie sich in Ihrer neuen Heimat schon zuhause?

Das Training ist intensiv, der Rhythmus hoch, die Reisen aufwendiger als in der Schweiz und das Medieninteresse grösser. Ist auch kein Wunder: Deutschland hat zehnmal so viele Einwohner. Und Dortmund ist eine tolle, fussballverliebte Stadt.

Gehen die Teamkollegen auch ab und zu zusammen im Ausgang essen?

Das ist in Deutschland weniger der Fall als in der Schweiz. Man geht zum Training, zum Spiel – und dann heim. Man ist so oft und lange zusammen, dass es ganz natürlich ist, die Freizeit anderswo zu verbringen.

Ein Torhüter braucht Nervenstärke. Ein Geheimtipp dafür?

Geheimtipps sind ja nur Geheimtipps, wenn Sie geheim gehalten werden, oder?

Und was haben Sie sich für die EM vorgenommen?

Ich will meinen Beitrag leisten, dass die Schweiz die Gruppenphase gut übersteht und ab der K.o.-Phase für positive Überraschungen sorgen kann. Es ist für mich eine Ehre, wenn ich zur Schweizer Nationalmannschaft berufen werde.

Es gibt für mich dann nur eins: hart arbeiten, dranbleiben, fokussieren, um bereit zu sein, wenn es mich braucht.