Diese Art von Kaffeegenuss und Mobilität stammt aus den USA und wird offenbar auch bei uns immer beliebter. Ein bisher wenig beachteter Aspekt der To-go-Kultur ist ihre mangelnde Umweltverträglichkeit. Die Tatsache, dass die Becher, in denen heisser Kaffee oder Softdrinks schwappen, nur schlecht wiederverwertbar sind, ist zwar jedermann bekannt, regte aber lange Zeit niemanden sonderlich auf. Hier lohnt es sich sicher, die Konsumenten auf die richtige Entsorgung der praktischen Pappbecher zu sensibilisieren. Diese gehören nicht in den Papiermüll, sondern in den normalen Haushaltsmüll und landen damit meist in Heizkraftwerken.

Pappbecher soll Umwelt möglichst nicht belasten

Mit Alternativen zum bekannten Pappbecher als Wegwerfartikel tun sich die Unternehmen bisher schwer. Schon 2008 präsentierten die Amerikaner einen Trinkbecher, der «die Umwelt weniger belastet». Ein Jahr zuvor hatten sie einen Trinkbehälter eingeführt, dessen Fasern immerhin zu zehn Prozent wiederverwertbar waren. Das soll sich jetzt mit einer neuen Beschichtung für die Becher ändern, die ein niederländisches Unternehmen entwickelt hat.

Der Clou: Die Beschichtung löst sich im Recyclingprozess des Papiers sehr leicht auf. Die Becher können also mit Servietten und anderen Abfällen in der Tonne entsorgt werden. Am Ende kommt wieder neues Papier heraus. Um seine Umweltbilanz zu verbessern, versucht etwa eine bekannte Kaffeekette ausserdem ihre Kunden dazu zu animieren, mehr Kaffee aus Keramiktassen zu trinken.

Wiederverwendbare Becher

Der Erfolg der Bemühungen von Getränkeanbietern mit To-go-Bechern, die Umweltbelastung durch die Becher zu reduzieren, hängt von zwei Faktoren ab, die eng miteinander verbunden sind: Zum einen müssen recyclingfähige Becher angeboten werden, und zum anderen ist dafür zu sorgen, dass die Gäste deutlich mehr wiederverwendbare Becher brauchen.

Immer mehr Konsumenten sind heute darum bemüht, die Umweltbelastung zu reduzieren. Um diese Bemühungen zu unterstützen, gibt es in den USA und in Kanada sogar einen Preisnachlass von beispielsweise 30 Cent auf Getränke, wenn Gäste ihre eigenen Becher oder Trinkbehälter verwenden. Gäste, die im Coffee House Platz nehmen, können ihre Getränke in einer Keramiktasse trinken. Jeder nicht benötigte Einwegbecher trägt dazu bei, dass weniger wertvolle Rohstoffe dazu verwendet werden.

Neue Ideen bei den To-go-Getränken

Eine besondere Innovation bei den To-go-Getränken aus dem Supermarkt sind die Fertigsüssgetränke auf Kaffeebasis. Hier wird nicht ein Heissgetränk in einen Pappbecher abgefüllt und verschlossen. Vielmehr sind bei diesen Getränken alle Bestandteile bereits im Becher enthalten. Mit einem herzhaften Fingerdruck auf die dafür bezeichnete Stelle aktiviert man den Erwärmungsprozess.

Nach 60 Sekunden Schütteln ist der Drink auf 30 Grad Celsius erhitzt und kann als Drink oder Coffee to go genossen werden. Zum herkömmlichen Kaffee sind heute auch weitere beliebte Sorten wie etwa ein Vanilla Coffee Espresso oder ein Coffee Energy Drink auf diese Art erhältlich.