Unkompliziert, frisch und aromatisch soll er sein. Dabei spielt auch eine Rolle, was auf den Rost kommt, und ob intensiv mariniert wird oder deftige Saucen gereicht werden. «Beim klassischen Grillen entstehen immer Röstaromen und dadurch mehr oder weniger starke Bitterstoffe», gibt Blank zu bedenken. Intensive Weine mit sehr präsenten oder gar grünen Tanninen eignen sich daher weniger. Der Wein darf aber auch nicht zu «schmalbrüstig» sein, da er sonst bei den meist herzhaften Saucen und Marinaden und dem zumeist proteinreichen Grillgut untergeht.

Wenig einschenken oder Rotwein auf Eis
Blank rät zu aromatischen und frischen Weinen mit einem angenehmen Schmelz. Rotweine können durchaus etwas kühler getrunken werden. An sehr heissen Tagen empfiehlt es sich, den Rotwein auf Eis zu legen, damit er eine Serviertemperatur von rund 15 Grad hat. Blanks Tipp: Wenig einschenken, da sich der Wein rasch im Glas erwärmt. Zu Fisch, in der Folie gegart, empfiehlt sich ein saftiger, leichter Typ ohne Holzeinfluss. Bei Fisch oder Krustentieren, die direkt über dem Feuer gegrillt werden, kann das Repertoire mit kräftigeren Weinen ergänzt werden. Je nach Würze und Saucen bei den Würsten oder den Marinaden beim Geflügel passen mittelschwere bis kräftigere Weissweine. Bei den Rotweinen werden mittelschwere Gewächse mit spürbarer Säure und einer Ausschanktemperatur von 14 bis 16 Grad bevorzugt. Zu Steaks eignen sich auch opulentere Weissweine. Sollte das Steak mit intensiven Marinaden kombiniert werden, serviert man vorzugsweise kräftigere und würzige mediterrane Rotweine.