Nicht nur in China, Japan, England und vielen anderen Ländern hat Tee einen besonderen Stellenwert – auch bei uns in der Schweiz lässt man sich durch eine duftende Tasse Tee gern aus dem Alltag entführen.

Tee bedeutet grosse Kultur

So gibt es beispielsweise in China tausende verschiedene Teesorten. In Geschmack und Aussehen sind sie alle einzigartig, doch die sechs Hauptteearten – weisser, grüner, gelber, Oolong-, schwarzer und Pu-Erh-Tee – stammen alle von der gleichen Pflanze, der Camellia sinensis, die in mehr als 20 chinesischen Provinzen angebaut und verarbeitet wird. Tees werden nach ihrer Herstellungsart unterteilt.

Diese Methoden folgen bestimmten Vorgehensweisen und so bestimmt die Art des Pflückens, Welkens, Röstens, Rollens oder Trocknens, zu welcher Kategorie ein Tee gehört.

Wohltuende Wirkung

Zu den Inhaltsstoffen des Tees zählt vor allem Koffein, das allerdings schonender auf den menschlichen Organismus wirkt als jenes des Kaffees. Es fördert die Gehirndurchblutung und den Gehirnstoffwechsel. Grüner und schwarzer Tee haben in etwa den gleichen Koffeingehalt. Die Gerbstoffe des Tees wirken beruhigend und stabilisierend auf Magen und Darm. Sie setzen sich erst frei, wenn der Tee länger als drei Minuten zieht.

Beutel oder Aufguss?

«Das ist eine Frage der Philosophie, aber ein Teebeutel kommt für mich nicht infrage», betonen verschiedene passionierte Tee-Liebhaber unisono. Andere sehen das etwas pragmatischer. Beim Aufguss ist es wichtig, dass der Tee «schwimmt», der Tee also die Möglichkeit hat, sich im heissen Wasser frei zu entfalten. Grünen Tee kann man problemlos bis zu vier Mal aufgiessen, was in Japan und China auch so praktiziert wird. Im ersten Aufguss ist das meiste Koffein enthalten, der zweite enthält mehr Gerbstoffe und ist milder.

Teetrinken für Fortgeschrittene – die Tee-Zeremonie

Chado, die japanische Tee-Zeremonie oder der Weg des Tees, entstand, um das Bedürfnis der Menschen nach innerer Ruhe und Ausgeglichenheit zu erfüllen.
Ein wahrer Tee-Meister versteht es, in einem einfachen Tee-Raum eine Atmosphäre der Besinnung und Konzentration entstehen zu lassen, in der das Betrachten eines Bildes, das Fühlen einer Teeschale und der Genuss einer Tasse grünen Tees zu einem tiefen, Herz und Geist beglückenden Erlebnis werden.

Grüntee ist heute bei uns eine der beliebtesten 

Teesorten. Ein wahrer Trend ist festzustellen. Es finden sich viele schriftliche Quellen, die belegen, dass grüner Tee im alten China und Japan lange und fast ausschliesslich aus medizinischen Gründen getrunken wurde. Grüner Tee soll sich positiv auf die Gesundheit auswirken, indem er den Cholesterinspiegel und den Blutdruck senkt und darüber hinaus das Herz-Kreislauf-System stärkt.

Matcha-Tee - der Trendige 

Diese japanische Spezialität besteht aus gemahlenen Grünteeblättern. Matcha- Tee ist kein Tee-Aufguss, sondern ein Extrakt aus dem ganzen, frischen Teeblatt. Er wirkt daher intensiver als herkömmlicher Grüntee. Kenner und Liebhaber dieser Teesorte sind aufgrund eigener Erfahrungen längst überzeugt: Matcha-Tee macht auf gesunde Weise wach, leistungs- und konzentrationsfähig, übt eine wohltuende Wirkung auf den gesamten Stoffwechsel aus. Er lässt sich auch in der Küche für viele trendige Kreationen verwenden.

Oolong Tee - der Gepflegte 

Die Produktion des Oolong-Tees ist deutlich aufwendiger als die anderer Teearten. Nach dem Welken werden die Blätter auf Bambussieben immer wieder gerüttelt und in Bambustrommeln gerollt. Der Tee wird mehrfach erhitzt, um das Blatt zu formen und zu trocknen, bevor er durch eine letzte Röstung seinen endgültigen Geschmack erhält. Dies ist erforderlich, um das Aroma und den Charakter des Tees festzulegen. Oolong-Tee soll sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken, indem er chronische Beschwerden lindert.

Schwarzer Tee - der Traditionelle  

Schwarztee ist bei uns sicher die bekannteste Teesorte. Unzählige Tees gibt es mit klingenden Namen wie Darjeeling, Assam, Ceylon oder Earl Grey und sie unterscheiden sich alle in Farbe und Geschmack. Bei der traditionellen Methode werden die Blätter nach dem Pflücken und Welken in warmer Luft durch Rollen aufgebrochen, wodurch der Oxidationsvorgang einsetzt. Schwarztee ist ein Genuss und wirkt zudem bei zahlreichen möglichen Erkrankungen lindernd und vorbeugend.

Weisser Tee - der Edle 

Weisser Tee besteht aus den obersten Knospen und Blättern des Teestrauchs. Sie werden besonders schonend verarbeitet. Für den seltenen «Silver Needle»- Tee werden nur die Blattknospen ausgewählt. Diese reifen Knospen haben, da sie bis zum Pflücken verschlossen bleiben, noch nicht mit der Fotosynthese begonnen, wodurch sie besonders wenig Tannine enthalten. Heute ist bekannt, dass sich die Antioxidantien in weissem Tee positiv auf Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Krebs und Diabetes auswirken können.

Pu-Erh Tee - der Aromatische 

Dieser Tee wird in China hoch geschätzt für seine kräftigenden und wohltuenden Eigenschaften. So überzeugt gereifter Pu-Erh-Tee den Kenner durch sein dynamisches, volles Aroma. Gefeiert im Fernen Osten für seine erfrischenden und heilenden Eigenschaften, ist Pu-Erh-Tee der einzige Tee, dessen Qualität sich mit seinem Alter erhöht, ähnlich wie guter Wein.

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