Dabei geht eine wichtige Kalorienquelle vergessen – nämlich die Getränke. Wer sein Trinkverhalten für einmal etwas genauer analysiert, erkennt rasch, dass sich ohne weiteres Kalorien einsparen lassen. Deshalb braucht man aber nicht auf den täglichen «Latte macchiato» zu verzichten. Man kann als Ergänzung dazu schwarzen Kaffee mit wenig Zucker geniessen und damit sein Kalorienkonto optimieren. Gesund geniessen – diese Devise beherzigen immer mehr Menschen. Angesichts der zahlreichen und trendigen Lifestyle-Getränke, die heute auf dem Markt erhältlich sind, lohnt es sich aber, eine sorgfältige Auswahl zu treffen und auch mal die Inhaltsetikette zu studieren, da das Angebot auch bei gesünderen und bekömmlicheren Getränken steigt.

Nicht zu viel Zucker
Äusserst beliebt bei den Konsumenten sind erfahrungsgemäss Fruchtsäfte, die der Gesundheit besonders zuträglich sein sollen. Tatsächlich enthalten manche dieser Säfte wichtige Vitamine, doch sind sie in der Regel mit Zucker angereichert. Für Abhilfe sorgt, wer seinen täglichen Fruchtsaft mit etwas Wasser verdünnt. Ein offenes Geheimnis ist, dass besonders bei Jugendlichen Süssgetränke wie Cola oder Eistee hoch im Kurs stehen. Auch hier nimmt man aber grosse Mengen an Zucker zu sich. Solche Getränke, so beliebt sie auch sein mögen, eignen sich definitiv nicht als täglicher Durstlöscher – ganz zu schweigen von alkoholischen Getränken. Diese sind eine weitere Quelle versteckter Kalorien. Dabei gilt die Regel: Je höher der Alkoholgehalt, desto höher ist auch die Kalorienmenge. Besonders stark schlagen Cocktails und hochprozentige Getränke zu Buche. Es lohnt sich also, darauf zu achten, was und in welcher Menge man welche Getränke zu sich nimmt. Einer der besten und gesündesten Durstlöscher ist nach wie vor Wasser. Aber auch ungesüsste Tees eignen sich gegen den Durst. Getränke mit natürlichen Zusätzen wie Honig verbessern den Geschmack, sind bekömmlich und gesund. Das trifft auch auf Getränke zu, die ohne Konservierungsstoffe und Aromazusätze auskommen.

Gesunde Alternativen
Viele neue Erfrischungsgetränke enthalten heute exotische Aromen und tatsächlich weniger Zucker, dafür mehr Inhaltsstoffe mit Zusatznutzen. Dem Bedürfnis der Konsumentinnen und Konsumenten nach gesundem und leichtem Genuss trägt der Markt in dieser Hinsicht Rechnung. Wer indes Energy-Drinks konsumiert, sollte beachten, dass der tägliche Bedarf an Energie von Mensch zu Mensch verschieden ist. Faktoren wie Alter, Gewicht, Grösse, Geschlecht und körperliche Aktivität bestimmen den täglichen Bedarf an Eiweiss, Kohlehydraten und Fett, aber auch an Ballaststoffen, Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen.

Kunst der Mässigung
Auch Light- und Zero-Getränke sind nicht über jeden Zweifel erhaben. Studien legen den Schluss nahe, dass die darin enthaltenen künstlichen Süssstoffe ein Hungergefühl auslösen können. Freizeitsportler sollten im Übrigen nicht vergessen, dass auch isotonische Getränke viele Kalorien enthalten können. Fitness- beziehungsweise Sportgetränke sollten in erster Linie für den Flüssigkeitsnachschub und Ersatz verlorener Mineralstoffe während der körperlichen Aktivität sorgen. Für die Flüssigkeitszufuhr während des Trainings sind so genannte Light-Fitnessgetränke, meist verdünnte Fruchtsäfte, eine gute und sinnvolle Alternative zum herkömmlichen Wasser. Ganz grundsätzlich sollte aber, unabhängig vom jeweiligen Getränk, die Devise gelten, dass nur, was mit Massen genossen wird, auch zu wirklichem Genuss führt: Was wir wieder lernen sollten, ist die Kunst der Mässigung.