Wir Menschen lieben das Süsse, sei es zwischendurch zum Naschen oder zum Dessert. Bereits die Vorfreude ist gross, bevor wir mit geschlossenen Augen dem feinen Genuss verfallen. Doch warum lieben und schätzen wir Süssigkeiten eigentlich so sehr? Hierfür gibt es ganz unterschiedliche, jedoch nicht belegte Theorien: Eine besagt, dass wir schon zu Urzeiten Beeren in mühsamer Kleinstarbeit suchen mussten, die schwer zu finden waren,  warum die zarten Früchte schon seit jeher als etwas Besonderes galten. Denn was rar war, bleibt kostbar. Denkbar ist ebenfalls, dass wir die Süsse schön früh mit der Muttermilch erfahren und daher schöne Erinnerungen mit dieser Geschmacksrichtung verbinden. Doch ist auch das nur so ein freudscher Erklärungsversuch. Tatsache ist, dass die Vorliebe nach Süssem durch alle Lebensphasen hindurch anhält. Dabei sind die Varianten sehr vielfältig.

Mousse au Chocolat gehört noch immer zu den Klassikern

Konzentrieren wir uns zunächst auf das Dessert, das weit mehr als das feine Glace oder den Pudding zu bieten hat. Einer der beliebtesten Köstlichkeiten im Schoki-Land Schweiz ist das Mousse au Chocolat. Zu dieser Spezialität, die eigentlich aus Frankreich stammt, wird eine gute Bitterschokolade im Wasserbad langsam geschmolzen. Danach wird Eigelb und Zucker schaumig geschlagen und mit der Schoki-Masse langsam verrührt. Abschliessend wird noch Eischnee vorsichtig untergehoben. Das Ganze muss dann noch eine Stunde gekühlt werden. Fertig ist es eines der leckersten Desserts der Schweizer.

Ist die Schweiz schon bald der Weltmeister der Patisserie?

Welchen hohen Stellenwert die Schweizer Patisserie im internationalen Vergleich einnimmt, konnte die nationale Mannschaft, vertreten durch die Tessiner Tiziano Bonacina und Giuseppe Piffaretti, beim Europacup der Patisserie 2014 in Genf unter Beweis stellen, bei dem die kreativen Könner den vierten Rang belegten. Die Schweizer Meister der süssen Kunst werden 2015 sogar am Weltcup der Patisserie in Lyon teilnehmen, der in der Zeit vom 24.–28. Januar 2015 im Rahmen der Gastromesse Sirha stattfindet.

Handgemachte Pralinen

Vielleicht entstehen dabei wieder ganz aussergewöhnliche Kreationen, wie wir sie zunächst in der Zuckerbäckerei nicht erwarten würden und jetzt doch öfter erleben dürfen. Die internationale Schokoladenindustrie experimentiert mit immer neuen Kombinationen. Da wird gern mal süss mit scharf und sauer kombiniert. Das ganz spezielle Geschmackserlebnis bescheren handgemachte Pralinen mit Speck, Salami oder Chili. Vielleicht bleiben Sie aber doch lieber beim klassischen Dessert und erliegen der köstlichen Versuchung auf gewohnte Art: Süss und cremig mit feinsten Früchten garniert.